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1. Röntgenkontrastmittel in der Radiologischen Diagnostik
Bei einer Vielzahl von Röntgenuntersuchungen ist zur besseren Abgrenzung von krankhaften Prozessen oder zur Darstellung von Körperorganen Kontrastmittel
notwendig. Zunächst einmal werden die Röntgenkontrastmittel in positive und negative Kontrastmittel unterteilt. Negative Kontrastmittel sind für Röntgenstrahlung durchlässiger als das Weichteilgewebe und stellen sich deshalb
auf dem Röntgenbild weniger dicht dar (Gase). Positive Kontrastmittel dagegen sind für Röntgenstrahlung weniger durchlässig als ihre Umgebung und stellen sich deshalb dichter dar. Die im Folgenden aufgelisteten Kontrastmittel
fallen alle in die Gruppe der positiven Röntgenkontrastmittel:
- Kontrastmittel zur Darstellung des Verdauungstraktes:
Bariumsulfat-Suspension, Jodhaltige wasserlösliche Kontrastmittel Diese
Kontrastmittel kommen zur Anwendung bei Röntgenuntersuchungen der Speiseröhre, des Magens, des Dünndarms und des Dickdarms. In stärkerer Verdünnung werden sie auch bei Computertomographien des Bauchraumes verabreicht. Das Kontrastmittel wird vollständig wieder mit dem Stuhl aus dem Körper ausgeschieden.
- Weitere Verwendungsmöglichkeiten von wasserlöslichem KM:
Hamblasen-, Harnröhrendarstellung Darstellung von
Fistelgängen oder von von außen zugänglichen Abszesshöhlen Darstellung des Rückenmarkskanals (Myelographie)
- Jodhaltige Kontrastmittel zur Verabreichung über die Blutbahn:
Nephrotrope nichtionische Kontrastmittel werden in den Nieren mit dem Harn ausgeschieden.
Hepatotrope Kontrastmittel werden in der Leber mit der Gallenflüssigkeit und damit über den Darm ausgeschieden. Deswegen
werden sie zur Darstellung der Gallengänge und der
Gallenblase genutzt.
Nebenwirkungen:
- dosisabhängig: Wärme-/Kältegefühl, Hautrötung, Kopfschmerzen, Blutvolumenerhöhung, Verschlechterung der Nierenfunktion, Beeinflussung der Schilddrüsenfunktion
- dosisunabhängig: Übelkeit, Erbrechen, allergische Reaktionen (Juckreiz, Hautrötung, Kreislaufversagen bis hin zum allergischen Schock)
Gegenanzeigen (Kontraindikationen)
für die intravenöse oder intraarterielle Gabe von jodhaltigem Kontrastmittel:
- Bekannte Allergische Reaktion. Es handelt sich um eine relative Kontraindikation, da Patienten mit bekannter Kontrastmittelallergie
oral und intravenös antiallergisch vorbereitet werden können, um eine allergische Reaktion zu unterdrücken. Bei Patienten mit schweren KM-Allergien in der Krankengeschichte (allergischer Schock, Luftnot) ist allerdings
eine strenge Überprüfung der Indikation zur intravenösen KM-Gabe angezeigt.
- geplante Schilddrüsenuntersuchung: Schilddrüsenwerte werden verfälscht.
- Phäochromozytom (bösartiger Tumor der Nebenniere): Auslösen von schweren Bluthochdruckkrisen möglich
- Sichelzellanämie: Sichelzellkrise möglich
- Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion): thyreotoxische Krise möglich. Es handelt sich um eine relative Kontraindikation, da die Patienten bei dringender
Indikation zur Kontrastmittelgabe eine medikamentöse Abblockung der Schilddrüse erhalten können.
- Myasthenia gravis (autoimmune Störung der neuromuskulären Reizübertragung): akute Verschlimmerung der Symptomatik möglich
- laufende oder kurz zurückliegende Interleukin-2-Therapie bei Karzinompatienten
- Plasmozytom (bösartige Vermehrung der Plasmazellen im Knochenmark), wenn mit Eiweißleichtkettenausscheidung über die Nieren verbunden: irreversible
Nierenschädigung möglich
- bei Diabetikern, die ein orales Antidiabetikum einnehmen müssen (Bitte fragen Sie Ihren behandelnden Arzt, ob Ihr Medikament vor der Untersuchung abgesetzt werden muß.) Relative
Kontraindikation.
- schwere Nieren- bzw. Leberfunktionstörungen. Relative Kontraindikation.
- Herz- und/oder Kreislaufinsuffizienz. Relative Kontraindikation.
2. Ultraschallkontrastmittel
Ultraschallkontrastmittel werden intravenös verabreicht. Mikrobläschen oder Mikrosphären beeinflussen direkt die Reflexion der Ultraschallwellen.
3. MR-Kontrastmittel
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